Heilpflanze des Monats– Sanddorn
Volksname: Seedorn, Stechdorn, Stranddorn, Weidendorn.
Inhaltsstoffe: 200 bis 900 mg Vitamin C, andere Vitamine (Provitamin A, Vitamine der B-Gruppe, Vitamin E, F und P), Mineralstoffe, Fruchtsäuren, Zucker, Flavonoide, Anthocyane; in den Samen fettes Öl.
Blütezeit: März bis Mai
Sammelzeit: August bis Oktober
Verwendete Teile: Beeren, blühende Triebspitzen Ernte und Aufbereitung: Wegen der sparrigen Äste und der spitzen Dornen, ist das Einsammeln der Beeren (der reifen Früchte) recht mühsam. Folgende Methode hat sich bewährt: Man bindet um größere Äste eine Schnur, zieht sie damit in Reichweite, legt ein Tuch darunter auf den Erdboden und schneidet mit einer Schere die vollreifen Beeren ab. Das Abpflücken mit den Fingern ist nicht zu empfehlen, weil man dadurch die Beeren zerdrückt und den wertvollen Saft verspritzt. Danach werden die Beeren zu Saft, Mus oder Marmelade verarbeitet.
Eigenschaften: appetitanregend, abwehrkräftigend, fiebersenkend, kräftigend.
Botanik: Pflanzenbeschreibung: Sanddorn ist ein kleiner bis mittelgroßer Strauch, der allerdings auch baumförmig wachsen kann. Dann wird er bis über 5m hoch. Seine Wurzel steckt tief im Boden, von der Hauptwurzel gehen kriechende Seitenwurzeln (Wurzelausläufer) aus. Die Äste und Zweige sind dornig und sparrig. Die Blätter des Sanddorns ähneln jenen der Weide. Sie sind lineal und unterseits weißsilbrig behaart. Die unscheinbaren Blüten bilden nach der Befruchtung orangerote leuchtende Beeren aus. Sie sind eiförmig und selten größer als 1 cm, enthalten einen nußartigen Kern, schmecken sehr sauer und riechen etwas herb.
Heilwirkung und Anwendung: Früchte mit so viel Vitamin C sind ein hervorragendes Mittel bei Erkältungen und Erkrankungen mit Fieber. Man gibt den Sanddornsaft löffelweise (3mal täglich) oder bereitet daraus mit Zucker vermischt (1 Teil Sanddornsaft und 1 Teil Zucker) ein Mus, von dem man mehrmals täglich 1 Teelöffel nimmt.
In der russischen Medizin nutzt man auch das aus den Samen gewonnene fette Öl gegen chronisch verlaufende Hautkrankheiten, gegen Akne und zur Wundbehandlung. Auch bei Decubitus, Verbrennungen und vorbeugend bei Strahlenschäden ist das fette Sanddornöl ein beliebtes Heilmittel.
Verwendung in der Ernährung: Eine bekannte Wildfrucht für Fruchtspeisen und Getränke. Von September bis Oktober entwickelt der Sanddorn seine aromatischen Früchte. In Russland werden sie z.T. erst gefroren aus den Sträuchern herausgeklopft. Die Früchte werden gerne entsaftet und gesüßt oder ungesüßt mit Mineralwasser als erfrischende Limonade aufgegossen. Sie können auch in Wasser oder Sirup erwärmt und anschließend anderen Fruchtgetränken beigegeben oder zu Fruchtaufstrichen, Speiseeis, Sorbet, Kompott und zu Saucen für Obstsalate und dergleichen verarbeitet werden. Dazu trennt man in einem Sieb durch Passieren die Kerne ab. Werden die Früchte roh gepresst, so gewinnt man Fruchtmus und einen gesunden Fruchtsaft, den man direkt trinken kann. Getrocknete Früchte eignen sich als Trockenobst oder zur Teegetränkbereitung. Der Grundgeschmack der Früchte ist sehr sauer, saftig-breiig.
Sanddornmarmelade: Beeren mit wenig Wasser aufkochen, bis sie platzen. Dann durch ein Sieb streichen und auf 1 kg Fruchtmark ½ kg Zucker (Gelierzucker) zugeben. Einkochen und noch heiß in Gläser abfüllen
Sanddorngelee: Die Beeren durch eine Fruchtpresse oder einen Entsafter treiben, den Saft durch ein Haarsieb laufen lassen. In ½ kg Saft 20 dag Zucker einrühren, bis zum Gelieren kochen, heiß in Gläser füllen und verschließen.
Sanddornlikör: 1 Teil frische Beeren werden mit 4 Teilen Obstbrand in die Wärme gestellt. Täglich schütteln und nach 3-4 Wochen abseihen. Um den Geschmack zu verbessern, fügt man ¼ bis ½ Teil Kandiszucker bei, den man durch Rühren auflöst. Der Likör soll dunkel und kühl aufbewahrt werden. Immer wieder einen Schluck wirkt gesundheitsfördernd.

Maga.pharm. Silvia Hackenberger e.U.
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