Heilpflanze Hagebutte

Hagebutte
Heilpflanze des Monats

Inhaltsstoffe:
Viel Vitamin C, Vitamine (A, B1, B2, K), Mineralstoffe, Fruchtsäuren, Flavonoide, Gerbstoffe und Zucker. In den Kernen Vanillin.

Pflanzenbeschreibung:

Die Heckenrose ist ein Strauch, der ein bis mehrere Meter hoch wird. Die Stämme und Äste hängen über. Sie sind mit unpaarig gefiederten Blättern besetzt, die am Grund beiderseits geflügelt sind. Meist besteht ein Blatt aus 5 bis 7 Fiederblättchen. Stämmchen und Äste sind mit derben Stacheln besetzt. Die Blüten sind hellrosarot, ungefüllt und duftlos. Aus der fleischigen Blütenachse entwickeln sich die Scheinfrüchte, die in reifem Zustand leuchtend rot aussehen und im Inneren zahlreiche steinharte Schließfrüchte (Nüsschen) enthalten; sie werden fälschlich Samen genannt. Im Inneren sind die Hagebutten mit Borstenhaaren ausgestattet, die man als Juckpulver kennt.

Vorkommen: Die Hundsrose Waldränder, Raine, Gebüsche, Hecken, und sonnige Heidehänge.

Ernte und Aufbereitung:

Im Herbst sammelt man die Vollreifen (roten) Hagebutten. Zum Trocknen schneidet man sie auf; die Kerne (Samen) werden entfernt, wenn man diese extra haben möchte oder die Droge ohne Kerne wünscht. Das Trocknen soll sehr schnell geschehen. Künstliche Wärme bis 40°C ist erlaubt. Die Droge muss in gut schließenden Behältern aufbewahrt werden, damit die Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Heilwirkung und Anwendung:

Die Wirkstoffe machen die Hagebutte zu einer wertvollen Frucht, deren Tee nicht nur angenehm schmeckt, sondern gerade in Erkältungszeiten vorbeugend wirkt. Das Vitamin C wirkt unterstützend bei der Immunkörperbildung und der Steigerung der Abwehrkräfte gegen Infektionen. Bei Fieber wird Vitamin C im Körper besonders schnell aufgebraucht, ein Zeichen dafür, dass der Körper es bei seinem Abwehrkampf benötigt und wie wichtig es ist, dem Körper Vitamin C zuzuführen. Es hat eine nachgewiesene Wirkung auf die  Nebennieren, also auf die Produktion wichtiger Hormone und damit auf die Lebenskraft. Schließlich ist Vitamin C bei der Wundheilung unentbehrlich. Hagebutten- Tee also bei Infektionen und Fieber, bei allgemeiner Schwäche und bei schlecht heilenden Wunden. Wichtig aber auch für ältere Menschen, bei denen der Darm die zugeführten Vitamine nur noch spärlich aufnimmt. Wegen ihres Gehaltes an Fruchtsäuren und Pektinen wirken die Hagebutten leicht abführend. Sie eignen sich als Beigabe zu allen Teemischungen.

Hagebutte Heilpflantze des Monats Nationalpark Apotheke Molln

Zubereitung:

2 gehäufte Teelöffel zerkleinerte Hagebutten werden mit ¼ l Wasser übergossen, zum Sieden erhitzt und 10 Minuten lang gekocht; oder man übergießt sie mit siedendem Wasser und lässt sie 15 Minuten lang ausziehen. Während der Vitamingehalt in Tees im allgemeinen schnell abnimmt, behält der Hagebutten-Tee über mehrere Stunden seinen vollen Gehalt an Vitaminen. Das macht ihn zu einem empfehlenswerten Tee für die Thermosflasche.

In Erkältungszeiten kann man mit Kräutertees aktive Vorbeugung leisten. Dafür eignen sich die Hagebutte besonders gut. Nun gibt es noch andere Heilpflanzen, die die Abwehrkräfte unseres Körpers erhöhen, die helfen, Infektionen abzuwehren und uns damit zu schützen. Mischt man zum Beispiel Lindenblüten zu gleichen Teilen mit Hagebutten, so vereinigen sich die Wirkungskomponenten beider Heilkräuter zu einem ganz besonders wirksamen und noch dazu sehr angenehm schmeckenden Tee, den man in Erkältungszeiten zum Haustee erheben sollte.

Teemischung:

Hagebutten mit Kernen     25g

Lindenblüten               25g

2 gehäufte Teelöffel dieser Mischung mit ¼ l kaltem Wasser übergießen, zum Sieden erhitzen und 5 Minuten kochen; oder mit siedendem Wasser 10 lang ausziehen. Mäßig warm, mit Honig gesüßt oder mit 1 Teelöffel Zitronensaft versetzt, zum Abendessen oder 2- bis 3-mal täglich 1 Tasse Tee trinken.

Nebenwirkungen:

Sehr selten können sich bei Dauergebrauch (über viele Monate) allergische Hautreaktionen einstellen.

Anwendung in der Küche:

Im rauen Mühlviertel wurde hauptsächlich die Frucht, die Hagebutte, zum Verzehr verwendet. Vom Geschmack ist sie leicht säuerlich. Nach dem ersten Frost gesammelt, schmecken die Hagebutten süßer und sind auch einfacher zu verarbeiten, da sie weicher werden. Nach dem Sammeln sollen die Kerne entfernt werden. Ist dies zu mühsam, kann auch ein Mus hergestellt werden, indem man die Hagebutten in warmen Wasser einweicht und anschließend weiterverarbeitet. Vorwiegend kocht man Marmelade, das sogenannte Hägemark. Dieses kann als würzende Beilage zu Fleisch gereicht werden. Auch als Fülle für Biskuitrouladen und Torten wird es gerne genommen, Dafür nur reife Früchte nach dem Frost pflücken.

Die Hagebutte  ist reich an Vitamin C, das jedoch durch den Kochvorgang fast verloren geht. Es hat sich gezeigt, dass durch die Aufbewahrung der frisch geernteten Hagebutten in einem Glas, mit Honig bedeckt, für 1-2 Wochen und dann abgeseiht, viel Vitamin C bewahrt werden kann. So erhält man auch einen sehr schmackhaften Hagebuttenhonig. Ebenso kann der Vitamin-C Gehalt dieser Scheinfrucht länger erhalten werden, wenn sie getrocknet aufbewahrt und als Teevorrat angelegt wird. Und hier sind wir bei der häufigsten Anwendung der Hagebutte: als wohlschmeckendem Vitamin-C reichem Getränk.

Nicht nur Menschen schmeckt die Hagebutte, bei den Vögeln sind die schmackhaften Scheinfrüchte ebenfalls sehr begehrt. Auch hier haben sie den nützlichen Nebeneffekt, dass sie die Tiere in der kalten Jahreszeit mit wertvollen Vitaminen versorgen.

Hagebuttenpüree mit Topfen:

400g Hagebutten

150 ml Wasser – für Erwachsene kann auch Rotwein genommen werden

Saft einer Mandarine

Zitronenschale (bio)

150g Topfen

4 EL Sauerrahm

20g Zucker

  • Die Hagebutten waschen, Stiel und Flügerln wegschneiden. Früchte halbieren und entkernen (Juckreiz – daher Handschuhe anziehen).
  • Wasser aufkochen, Hagebutten zugeben und bei schwacher Hitze weich kochen. Danach die weichen Früchte pürieren und durch ein Sieb streichen.
  • Mandarinensaft, Zitronenschale und Zucker unter das ausgekühlte Mus rühren – in Gläser oder Schalen füllen und kühlstellen.
  • Topfen mit dem Sauerrahm und wenig Zucker glattrühren und über die erkaltete Masse geben.

Mag.pharm. Silvia Hackenberger e.U.

Nationalpark-Apotheke Molln

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